BRIC: Wenn Anleger diese Buchstaben hören, bekommen in diesen Tagen viele von ihnen leuchtende Augen. BRIC steht für die Anfangsbuchstaben von Brasilien, Russland, Indien und China.
Knapp ein Jahr nach Prägung des Begriffes durch das Investmenthaus Goldman Sachs, erschienen die ersten Fonds, die ausschließlich in diese vier Länder investieren, auf dem Markt. Heute gibt es eine ganze Reihe von ihnen, denn Wachstumsraten von zehn und mehr Prozent in den Ländern sind zu verlockend. Und die Aussichten sind weiterhin gut: ein langfristig gesehen kräftiges Wirtschaftswachstum in einem moderaten Zinsumfeld, weiterhin steigende Firmengewinne und einem in ähnlichem Ausmaß steigenden Aktienkurs, sowie niedrige Bewertungen. Die Kurs-Gewinn-Verhältnisse stehen mit 15,5 im Schnitt international sogar günstig dar.
Durch die unterschiedlichen Stärken und der daraus resultierenden Gegensätze im Portfolio, ergänzen sich die vier Länder sehr gut. Das macht das BRIC-Konzept recht attraktiv. Leidet etwa Indien und China unter den enormen Ölpreisen, profitieren Brasilien und Russland von ihren großen Rohölvorkommen. Anleger sollten daher berücksichtigen, dass sich die Mehrheit ihrer Investments auf Rohstoffe bezieht.
Das bedeutet, dass die Voraussetzung für ein Investment in die BRIC-Fonds mindestens eine mittlere Risikoneigung und die Bereitschaft, das Geld auch länger anzulegen, ist. Denn es handelt sich bei den Fonds trotz aller Wachstumsperspektiven um Schwellenländeranlagen, deren Kurse oft deutlich stärker schwanken als die von Industrieländern. Speziell Besitzer von kleineren Depots sollten demzufolge nur in breit streuenden Fonds investieren, die oft schwer einschätzbare geopolitische Risiken besser verteilen.
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