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Bankenstudie: Die Deutschen haben mehr Geld auf der hohen Kante

Laut einer Studie der Allianz/Dresdner Bank 2007 hat in Deutschland jeder Einwohner im Durchschnitt rund 57.900 Euro auf der hohen Kante. „Die Deutschen sind damit so wohlhabend wie noch nie“, erklärte Dresdner-Bank-Volkswirtin Renate Finke. Das Geldvermögen der Haushalte stieg demnach auf 4,76 Billionen Euro. Das waren rund 230 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor, teilte die Bank mit. Zu diesem Vermögen zählen Spareinlagen, Aktien, Wertpapiere, Investmentfonds sowie Ansprüche an Versicherungen und Pensionskassen.

Jedoch liege der Zuwachs mit rund fünf Prozent im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre, nur 2002 sei das Geldvermögen infolge der Einbrüche an den Aktienmärkten geschrumpft. Die anhaltende Aktienhausse habe einen großen Anteil an der jüngsten Steigerung. Der Dax kletterte 2007 um rund 22 Prozent und verhalf den Anlegern damit zu satten Bewertungsgewinnen.

Trotzdem legten die Deutschen gerade wegen der Finanzmarktturbulenzen weiter ein vorsichtiges Anlageverhalten an den Tag. 2007 sei deshalb voraussichtlich zum siebten Mal in Folge netto Geld aus Aktienanlagen abgeflossen, sagte Finke. Viele Anleger nutzen die Möglichkeit, sich von Papieren zu trennen, die sie vor dem Platzen der Internet-Blase Anfang des Jahrzehnts erworben hätten.

Die Deutschen sparten vor allem wieder mehr: Wegen der Mehrwertsteuererhöhung zum Jahresbeginn hatten Verbraucher größere Anschaffungen noch ins Jahr 2006 vorgezogen und legten 2007 wieder mehr Geld zurück. Die Sparquote der privaten Haushalte stieg gemessen am Einkommen von 10,5 auf 10,8 Prozent.

Wegen der geringeren Differenz zwischen kurz- und langfristigen Zinsen seien Geldmarktfonds und Termingelder für die Anleger nun besonders attraktiv, sagte Finke. Auch Sparbriefe erfreuten sich großer Beliebtheit. „Als sichere Anlage mit vergleichsweise hohen Renditen konnten sie deutliche Zuwächse verbuchen.“ Für die breite Bevölkerung mache Sparbriefe besonders attraktiv, dass keine Mindestanlagesumme gefordert werde.

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