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04.05.2007 Geldsorgen im Alter - oft von ganz anderer Natur

Hört man von Geldsorgen im Alter, denkt man meist sofort an mangelnde oder zu niedrige Renten und die damit einhergehenden Probleme vieler älterer Bundesbürger. Dabei bestehen für viele Ruheständler, die keinerlei Geldnot leiden, Probleme von ganz entgegengesetzter Natur. Die Gründe dafür:

In der Regel wissen die Anleger weder um die genaue Höhe ihres Vermögens noch um das Vermögen hinter ihren Pensionen. Auch eine genaue Vorstellung des Barwertes des Konsums fehlt. Die Angst, Geld an der Börse zu verlieren, herrscht vor. Vor allem aber fehlt vielen der Mut, einen Teil ihres Vermögens zu verbrauchen.

Und dies hat zum Teil gravierende Folgen. Denn obwohl vielleicht ausreichend Vermögen vorhanden ist, lässt sich so der wohlverdiente Ruhestand nur schwer ohne finanzielle Schwierigkeiten gestalten.

Ein Ehepaar, dessen Pension beispielsweise etwa 3000 Euro monatlich beträgt und deren Vermögen zusätzlich aus einer Eigentumswohnung (250 000 Euro), dem Festgeldkonto (50 000 Euro), zwei Kapitalversicherungen (225 000) sowie einem Wertpapierdepot (300 000) besteht, sind mit 1,4 Millionen Euro bereits Millionäre, wissen es aber mitunter nicht, da sie lediglich das Festgeld, eine Versicherung sowie das Depot in ihre Betrachtungen einbeziehen.

Dies mag sich für viele wie ein Traum anhören, dabei ist das Problem der Unkenntnis vieler Senioren über ihren Vermögensstand harte Realität.

Als einer der größten Fehler gilt der Verzicht vieler auf die Kapitalisierung ihrer Pensionen und Renten. Viele Investoren spüren ihren Reichtum nur deshalb nicht, da das Geld irgendwo in Berlin oder Bonn liegt. Das heißt jedoch nicht, dass es nicht vorhanden ist. Im Gegenteil: Bund, Länder, Gemeinden und auch viele Unternehmen haben hohe Rücklagen gebildet, um ihre Verpflichtungen einhalten zu können.

Untrennbar voneinander verbunden sind Rentenbarwert und Konsumwert. Letzterer gibt die Aufwendungen für das tägliche Leben an, so zum Beispiel für Auto, Ernährung, Kleidung und Wohnung. Stünde dieser für unsere Ehepaar bei etwa 2500 Euro, erhielten sie noch immer einen Barwert von über 500 000 Euro und ihr Lebensabend im Hinblick auf ihre Finanzen wäre optimal gesichert.

Einzige Fragen, die es demnach noch zu beantworten gälte: Wie das Festgeld, die Policen und das Depot anlegen? Und das Kapital der Versicherungen auszahlen oder verrenten lassen? Hier gilt: Entscheidungen hinsichtlich dieser Fragen sollten immer unter rationalen Gesichtspunkten und erst nach genauer Betrachtung, reiflicher Überlegung und qualifizierter Beratung getroffen werden.

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