Diese Rentenform ist nur für Anleger zu empfehlen, die über ein jährliches Bruttoeinkommen von mehr als 50.000 € verfügen bzw. überdurchschnittlich vermögend sind. Denn mögliche Verluste können über das eingesetzte Kapital hinausgehen.
Folgendes Prinzip liegt fremdfinanzierten Renten über Englische Lebensversicherungen zugrunde: Fremdfinanzierung von Anlagen in Englische Lebensversicherungen bzw. Investmentfonds über ein Darlehen, um so die Erträge aus der Anlage mit Hilfe eines günstigen Darlehenszinses zusätzlich zu vereinnahmen.
Hierbei geht der Anleger davon aus, dass seine Anlage eine höhere Rendite erwirtschaftet, als er derzeit Zinsen für das zur Finanzierung der Anlagen aufgenommene Darlehen zahlen muss. Die Mindestlaufzeit sollte hier 10 Jahre betragen.
GELD.de Warnhinweis:
Selbst als Besserverdienender bzw. wohlhabender Anleger sollten Sie diese Angebote nur mit Vorsicht genießen, denn oft werden die damit verbundenen Risiken (z. B. Währungs-, Zinsentwicklung) verharmlost. Die Seriosität der beteiligten Partner bei solchen Anlagen ist sehr wichtig. Auf jeden Fall sollten Sie ein Ihnen vorliegendes Angebot zunächst genauestens und kritisch überprüfen.
Ab einer Eigenkapitalanlage von etwa 25.000 € und einer Bonität, die die Darlehensaufnahme in Höhe von 75.000 € ermöglicht, sind solche Modelle denkbar und nur dann sinnvoll. Die Aufnahme eines Darlehens ist zum Teil auch ohne vorherige Bonitätsprüfung möglich, jedoch ist das sehr bedenklich, denn eine ausreichende Bonität ist ja die Voraussetzung, damit dieses Investitionsmodell funktioniert.
Beispiel:
Herkömmliche Anlage:
Eigenkapital: 100.000 €
Anlagesumme: 100.000 €
Erwarteter Zins pro Jahr: 8,5 %
Gewinn: 8.500 €
Rendite: 8,5 %
Es wurden nur 100.000 € Eigenkapital investiert. Das ergibt eine Rendite von 8,5 % aufs eingesetzte Kapital - bei einer angenommenen Wertentwicklung von 8,5 % pro Jahr.
Fremdfinanzierte Anlage mit 75 % Fremdkapital:
Eigenkapital: 100.000 €
Fremdkapital: 300.000 €
= Anlagesumme: 400.000 €
Erwarteter Zins pro Jahr: 8,5 % (Eigenkapital) & -6,0 % (Fremdkapital)
Gewinn: 34.000 € (Eigenkapital) & - 18.000 € (Fremdkapital) = 16.000 €
Rendite: 16,0 %
Es wurden insgesamt 400.000 € investiert; wobei nur 100.000 € Eigenkapital sind, die restlichen 300.000 € wurden über Fremdkapital finanziert. Es ergibt sich eine Rendite von 16 % auf das effektiv eingesetzte Eigenkapital, wenn man einen jährlichen Schuldzinssatz (fürs Fremdkapital) von 6 % annimmt sowie einer jährlichen Rendite von 8,5 % (aufs Gesamtkapital bezogen). Es können aber auch erhebliche Verluste entstehen, wenn die Wertentwicklung der Anlage hinter den Schuldzinsen zurückbleibt. Es gilt zu beachten, dass es sogar zu Kapitalnachforderungen kommen kann!
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