Auch in jungen Jahren kann man berufsunfähig werden. Deshalb sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu spät abgeschlossen werden. Sie gehört zu den elementaren Absicherungen, da die eigene Arbeitskraft ein wertvolles Gut ist, das es gilt abzusichern. Entsprechend sorgfältig sollten Sie den Schutz auch auswählen. Wir erklären Ihnen, worauf Sie achten sollten.
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Es gibt verschiedene Gründe, warum die Absicherung gegen eine Berufsunfähigkeit hinausgeschoben wird. Zum einen wird das Risiko, früher aus dem Arbeitsleben ausscheiden zu müssen, von vielen Berufstätigen nicht ausreichend wahrgenommen. Zum anderen ist der Schutz teuer. Und gerade in jungen Jahren, wenn zum ersten Mal Geld verdient wird, stehen andere Dinge auf der Liste der Ausgaben. Doch auch mit Ende 20 kann man berufsunfähig werden. Deshalb sollte so eine Police so früh wie möglich abgeschlossen werden.
Ein weiterer Grund für einen frühen Abschluss ist, dass der Schutz nach dem 40. Lebensjahr schwer zu bekommen ist - insbesondere, wenn die ersten Vorerkrankungen und körperlichen Probleme angegeben werden müssen. Auch finanziell gesehen, ist die frühzeitige Absicherung besser, da dann mit günstigen Tarifen gestartet werden kann, die nur langsam ansteigen. Dagegen müssen Spätstarter für einen vergleichbaren Zeitraum deutlich mehr zahlen.
Bei Abschluss sollte auf jeden Fall die Inflation berücksichtigt werden. Das lässt sich am einfachsten über eine Dynamik der Beiträge vereinbaren. Auf diese Weise wird die im Ernstfall zu zahlende Rente jährlich um fünf bis zehn Prozent angepasst. Dementsprechend steigen natürlich auch die Beiträge. Die Dynamik lässt sich zwischendurch auch mal ablehnen, wenn der Beitrag nicht bezahlbar wäre. Allerdings besteht bei dreimaliger Ablehnung in Folge keine Möglichkeit mehr, sie in Anspruch zu nehmen.
Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Anbieter im Vertrag darauf verzichtet, den Kunden im Versicherungsfall auf einen anderen Beruf zu verweisen — die sogenannte abstrakte Verweisung.
Um bei einer, vom Versicherungsnehmer gewollten, Rentenerhöhung keine erneute Gesundheitsprüfung ablegen zu müssen, sollte eine Nachversicherungsgarantie in den Verträgen stehen. Auf diese Weise darf zu wichtigen Anlässen - wie einer Heirat, der Geburt eines Kindes oder einer deutlichen Einkommenserhöhung - die Rente ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden.
Für die Höhe der vereinbarten Rente gilt als Faustregel, dass diese auf Dauer 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens abdecken sollte. Berücksichtigen müssen Antragsteller, dass eventuell im Fall der Fälle auch andere Versicherungsleistungen in Anspruch genommen werden können. Hausfrauen und -männer müssen sich die Frage stellen, was jemand kostet, der die eigenen Aufgaben übernimmt. Berücksichtigt werden sollte auch, dass die Leistungen aus einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung generell steuerpflichtig sind.
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